Projekte zur CO2-Nutzung für chemische Grundstoffe

Seit 2016 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Fördermaßnahme "CO2Plus" Projekte zur CO2 Abtrennung und Nutzung für industrielle Prozesse. Folgend werden die Projekte des Förderschwerpunkts vorgestellt.

DreamResource

Der Einsatz von Kohlendioxid als chemischer Baustein für Kunststoffe kann sich weiter vergrößern. Das Projektteam von „Dream Resource“ untersucht, wie sich das Treibhausgas CO2 auch als Komponente für Dämmschaum und andere Produkte der Kunststoffindustrie nutzen lässt. Dafür entwickeln die sechs Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft eine neue Technologie. 

CO2Form - Direkte Synthese der Basischemikalie Formaldehyd aus dem Treibhausgas Kohlendioxid

Formaldehyd ist eine unverzichtbare Basischemikalie für die Chemieindustrie, aus ihr werden Polymerbausteine und Kunstharze hergestellt. Im Projekt "CO2-Form" wird aus dem Treibhausgas Kohlendioxid Formaldehyd hergestellt, ohne über die Zwischenstufe Methanol gehen zu müssen. 

CO2Lubricants - Stoffliche Nutzung von CO2 zur Produktion von biobasierten Schmierstoffen

Im Projekt "CO2Lubricants" wagen sich fünf Partner aus Industrie und Wissenschaft auf technologisches Neuland, um Kohlendioxid in nachhaltige Schmierstoffe, u.a. für Kraftfahrzeuge, umzuwandeln. Mit Hilfe von Algen und Hefen fixieren sie aus der Atmosphäre stammendes CO2 langfristig. 

OptiMeOH - Optimierte Prozesskette zur ressourceneffienten Methanolsynthese

Ohne den Einsatz von Erdöl zur wichtigen Basischemikalie Methanol - das wollen die Partner im Projekt "OptiMeOH" durch die Kombination von Druckbiofermentation, Synthesegaserzeugung und anschließender Methanolsynthese erreichen.