Projekte zur Elektro- und photokatalytischen Aktivierung von CO2

Seit 2016 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Fördermaßnahme "CO2Plus" Projekte zur CO2 Abtrennung und Nutzung für industrielle Prozesse. Folgend werden die Projekte des Förderschwerpunkts vorgestellt.

PROPHECY - Prozesskonzepte für die photokatalytische CO2-Reduktion verbunden mit Life-Cycle-Analysis

Die Energie der Sonne direkt zu nutzen, um aus CO2 wertvolle Chemikalien zu erzeugen, steht im Zentrum der Projektes "PROPHECY". Das Forschungsteam will dafür neue hocheffiziente Materialien und Verfahren entwickeln. Das wichtigste Ziel ist die Erhöhung der Ausbeute.

BioElectroPlast - Bioelektrochemische Produktion von Bioplastikmaterial

Mikroben von extremen Standorten nutzen im Projekt "BioElectroPlast" Strom, um aus dem CO2 im Rauchgas Bioplastik zu produzieren. Im Team von Verfahrenstechnikern, Materialwissenschaftlern, Bioinformatikern und Mikrobiologen wird eine Anwendung im Reaktor erprobt.

MIKE - Methanisierung von CO2 aus Biogas mittels mikrobieller Elektrosynthese

Aus CO2 und Überschussenergie wird Methan. Das Projektteam von "MIKE" erarbeitet ein Verfahren, das CO2 und überschüssigen Strom nutzt, damit Biogasanlagen effizienter werden. Die "MIKE"-Partner entwickeln einen robusten Biokatalysator, setzen ihn in einer Pilotanlage ein und betreiben dies unter industriellen Bedingungen. 

CarbonCat - Photochemische CO2-Assimilierung mit Licht auf mikrostrukturierten Diamantoberflächen

Licht, Kohlendioxid und Wasser - zusammen mit einem neuartigen Katalysator auf Diamantbasis stellen diese Komponentendie Hauptakteure des Projektes „CarbonCat“. Das Projekt zielt dabei auf die Entwicklung eines Mikroreaktorsystems, das die natürliche Photosynthese technisch nachempfinden soll. So werden aus CO2 mithilfe von Licht wertvolle Chemikalien.

eEthylen - Elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen zur elektrochemischen Herstellung von Ethylen aus CO2

Das Projekt „eEthylen“ nutzt Kohlendioxid und Überschussenergie aus erneuerbaren Quellen als Ressourcen. Die Forschungspartner wollen elektrische Energie aus regenerativen Quellen künftig chemisch speichern. Als Speicherdient Ethylen, das sie elektrochemisch aus CO2 gewinnen.